Abtreibung – Mord oder nicht?

Zum Einstieg die gesetzliche Position zum Thema Abtreibung:
Nach deutschem Gesetz ist eine Abtreibung bis zu 12 Schwangerschaftswoche erlaubt. Bei Vermutung der Behinderung kann bis zu 22. Schwangerschaftswoche ein Schwangerschaftsabbruch straffrei durchgeführt werden. Es gilt, die Abtreibung nach Beratung ist rechtswidrig, aber straflos. [1]

Welche Gründe bewegen eine Frau oder ein Paar zu einer Abtreibung? Es sind vielleicht Gründe wie die eigene Karriere, der falsche Zeitpunkt, vielleicht der falsche Mann, Vergewaltigung, Behinderung, HIV oder weil man sich einfach noch nicht bereit dafür fühlt. Alles Gründe, die durchaus nachvollziehbar sind.
Wenn die Schwangerschaft das Resultat der Vergewaltigung ist, muss man über das Thema Abtreibung nicht diskutieren. Großer Respekt gilt den Frauen, die das Kind trotzdem bekommen.
In allen anderen Fällen gilt, das in der heutigen Zeit jeder, der sich auf Geschlechtsverkehr einlässt, dies mit dem Wissen tun sollte, welche Konsequenzen dies haben kann. Machen wir uns nichts vor. Wer nicht schwanger werden möchte, beziehungsweise nicht möchte, dass der Partner es wird, hat genügend Möglichkeiten dies zu verhindern. Natürlich ist auch hier ein gewissen Restrisiko, auch wenn dieses sehr gering sind.

Was aber nun, wenn es halt passiert ist und man das Kind, aus welchen Gründen auch immer, nicht möchte?
Hier fällt vielen gleich die Abtreibung ein. Aber wer hat schon einmal darüber nachgedacht, was das heißt? Und vor allem welche Folgen eine Abtreibung für die Frau, den Mann, die Geschwister oder sogar für die Gesellschaft hat? Vielleicht mag eine Abtreibung im ersten Moment das einzig Richtige sein. Dass die werdende Mutter sich der Gefahr aussetzt, nie wieder Kinder bekommen zu können, nur weil es momentan unpassend ist, das ist vielen in diesem Moment nicht klar. Bei einer nachfolgenden Schwangerschaft ist die Gefahr einer Fehlgeburt sogar deutlich höher. Zweifel und Schuldgefühle nach der durchgeführten Abtreibung bringen Frauen ins Grübeln. Auch Depressionen sind nicht selten der Fall. Die psychischen Folgen können im Vorhinein nicht abgeschätzt werden. Nicht nur Frauen müssen sich mit den (psychischen) Spätfolgen auseinandersetzen. Auch auf dem Partner der Frau, die abtreibt kann ein Leidensdruck entstehen. Es gibt Paare, die sich durch eine Abtreibung entfremdet haben. Partner können unterschiedlich mit ihren Gedanken, Schuldgefühlen und Zweifeln umgehen. Dadurch kann Unverständnis dem anderem gegenüber entstehen. Das kann dazu führen, dass man die Situation nicht zusammen verarbeiten können. Eine Trennung ist für manche Paare oft der einzige Ausweg. Paare, die zusammen die Situation meistern und sogar später doch noch ein Kind bekommen haben kommen in eine Erklärungsnot. Wie erklärt man seinen späteren Kindern, dass man das Geschwisterchen nicht haben wollte? Schon die Gedanken an solch ein Gespräch zeigt, dass es gewiss nicht einfach wird. Trotz all dieser Fakten werden jährlich 130 000 Ungeborene abgetrieben. [2]

Durch die steigende Zahl der Abtreibungen ist der sogenannte Generationenvertrag in Gefahr. 1995 kamen auf 100 Arbeiter, die in die Rentenkasse einzahlen gut 40 Rentner, im Jahr 2030 werden es etwa 70 Rentner sein. [3]

Was, wenn das Ungeborene der nächste Einstein geworden wäre? Was, wenn das Ungeborene herausgefunden hätte, wie man die Welt vor der Erderwärmung rettet? Oder der nächste Beethoven oder Steffi Graf geworden wäre? Die Welt wird es nie erfahren, denn dieses Ungeborene wird nie die Gelegenheit bekommen uns dies zu zeigen.

Nun, es gibt viele Gründe, die gegen eine Abtreibung sprechen:
Was aber, wenn die Frau dieses Kind einfach nicht möchte?
Hat sie den überhaupt eine andere Möglichkeit außer einer Abtreibung?
- Ja, die hat sie.
Es gibt so viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Das Kind austragen und zur Adoption freizugeben ist eine Alternative zur Abtreibung. Eine Lösung, die vielen etwas bringt.
Schauspielerin Barbara Wussow unterstützt eine Kampagne, die genau für diese Alternative kämpft:
"Ich unterstütze die Kampagne www.tim-lebt.de, weil in unserer Gesellschaft Natur, Regenwald und Tiere geschützt werden, der Mensch aber tatenlos die Tötung ungeborener Kinder akzeptiert.

Es ist in unserer Gesellschaft leichter, ein Kind im Mutterleib zu töten, als einen Baum zu fällen." [4]

Für alle, die es interessiert, wie eine Abtreibung abläuft, hat Dr. Nathanson eine Abtreibung dank moderner Technik per Ultraschall dokumentiert. Dr. Nathanson fordert, diesen Film in jedem Beratungsgespräch vor dem Abbruch zu zeigen. Er selbst führt seither keine Abtreibungen mehr durch. Wer nach diesem Video noch für die Abtreibung seines Ungeborenes ist, scheint sich seiner Sache wirklich sicher zu sein. Das Video ist auf http://www.pro-leben.de/abtr/uebersicht_bilder.php zu finden.

Wer sich gegen Abtreibung entschieden hat und auch gegen Abtreibung kämpfen möchte, sollte sich den Film „Maria und Ihre Kinder“ anschauen und kann sich diese Frau als Vorbild nehmen. Hier wird von einer Frau erzählt, die hundert Mütter zu einem Umdenken bewegte. [5]

Wer vor der Entscheidung "Kind oder Abtreibung" steht, muss jedoch die Entscheidung selber selbst treffen. Hier werden lediglich einige Punkte genannt, was für Gefahren eine Abtreibung mit sich bringt.

Quellen:
[1] http://www.schwangerschaftsfragen.de/familienberatung/schwangerschaft-un....
[2] http://www.erziehungstrends.de/node/560
[3] http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article568013/Generationenv...
[4] http://www.tim-lebt.de/startseite/
[5] http://www.pro-leben.de/tipps/tipsvideos.php