Bücher lesen - digital vs. analog

Warum analoge Bücher lesen, wenn ich die gleichen Informationen auf meinem kindle, iPhone, Laptop schneller habe und ich sie danach sogar schnell löschen kann? Texte auf digitalen Medien haben den Vorteil, dass die Dateien keine unnötiger physischer Ballast sind, der Platz wegnimmt und somit praktischer zum Transportieren sind. Diese Dateien können sauber und diskret zu den Akten gelegt werden beziehungsweise eben nicht zu den Akten gelegt werden, sondern gleich in den digitalen Mülleimer wandern.
Keine Frage: Analoge Bücher Lesen gehört in unserem Zeitalter, das für die Digitalität bekannt ist, zu der antiquierten Art der Informationsaufnahme. Mit dem Buch kann man parallel keine Musik runterladen, einen Anruf annehmen oder zwischendurch eine Mail schreiben. Aber das kann auch ein Vorteil sein.

Warum Leute noch Bücher lesen und kaufen, lässt sich am besten mit Vorteilen erklären.

  • Die meisten von uns hocken tagtäglich bei der Arbeit und privat vor dem Rechner, Laptop, iPad oder Fernseher. Ein Buch aus Papier und ohne Display wird von vielen Leuten als eine Entlastung für die Augen und damit für den gesamten Körper empfunden.
  • Zudem hat das Buch im Gegensatz zu jedem technischen Gerät keinen Akku und ist somit zu jeder Zeit lesbar.
  • Es werden keine nervigen Werbungen platziert, selbst wenn man auf die nächste Seite wechselt.
  • Ich kann ganz leise für mich die Informationen lesen ohne daran denken zu müssen, dass ich mein Medium auf stumm stellen muss.
  • In meinen Text kann ich jederzeit mit einem beliebigen Stift Ideen, Assoziationen und Bemerkungen schreiben und auch die Anmerkungen der vorherigen Personen lesen.
  • Wenn mein Buch zufällig in den Regen kommt, kann ich nach der Trocknungszeit in mein Buch weiterlesen.
  • Durch Notizen, Eselsohren und Wetteränderungen habe ich ein individuelles Exemplar.
  • Ich kann die Seiten fühlen, riechen und sogar hören im Gegensatz zu dem kalten Metall- und Plastikmedium. Die passionierte Buchleserin Elke Neudeck sagte dazu: „Kein iPhone, kein Laptop fühlt sich so geschmeidig an wie ein Buch.“
  • Zudem benutzt man beim Buchlesen oft gerade greifbare Dinge, z. B. Fahrkarte, Quittung, Foto oder Flyer als Lesezeichen, die nach Beendigung darin oft vergessen werden. Beim Wiederfinden werden dann oft vergessene Erinnerungen wach.
  • Man verbindet mit seinem Buchexemplar oft die Zeit und den Ort, an denen man es gelesen hat.
  • Bücher können mit einer Widmungen verschenkt werden, sodass das Buch auch schon vor dem Lesen eine persönliche Note bekommt.
  • Bei einer Autorenlesung gibt es die Möglichkeit ein Autogramm zu bekommen. Somit wird das Buch zu einer Verbindung eines Ereignisses und Zeuge einer Begegnung des Lesers und des Schreibers. Ein Autor kann aber nur ein gedrucktes Buch signieren.
  • Bücher lassen sich am besten in einem Buchregal sammeln. Solch ein Regal im Büro oder daheim macht jeden Raum gemütlicher als ein Laptop mit den gespeicherten Buchdateien.

Ein analoges Buch aus Papier zu lesen ist ein Erlebnis, das durch mehrere Sinne geht.

Dies sind nur die Vorteile, die der Autorin und ihrem Umfeld einfielen. Überlege selbst einmal, was für es dich bedeutet ein Buch aus Papier zu lesen. Gibt es für dich Vorteile bei solch einem Buch? Was gefällt dir im Gegensatz dazu an dem iPad, iPhone oder kindl?