Blogparade: Produktivität bei der Arbeit

Richtig bedient hilft ein Computer bei der Produktivität

Wir nehmen wieder an einer Blogparade teil, dieses mal zum Thema "Produktivität bei der Arbeit" vom Blog "1001 Erfolgs-Geheimnisse".

Das Problem mit der Produktivität ist, wie im Ausgangspost auch schon richtig geschrieben wird, dass es sehr individuell ist. Die höchste Produktivität bekommen die Menschen hin, die ohne Plan und ToDo-Liste, ohne Selbstdisziplinierung und ohne Produktivitätstools auskommen und trotzdem ständig zielgerichtet arbeiten können. Ja, solche Menschen gibt es. Aber diese sind in der Minderheit1 und viele von uns müssen sich selbst überlisten. Für diese Selbstüberlistung, dafür gibt es nun viele verschiedene Ansätze, die verschieden gut funktionieren. Du musst ausprobieren, was zu dir passt, womit du am produktivsten bist. Die philosophisch angehauchten Fragen (Was ist Produktivität eigentlich? Wie viel davon ist wünschenswert? Was ist Arbeit? Wieso sollte ich mich überlisten, wenn ich die Aktion augenscheinlich nicht machen möchte? Und so weiter.) lassen wir an dieser Stelle einfach mal weg.

Also, hier sind meine persönlichen Produktivitätstipps, in unbestimmter Reihenfolge.

  • Arbeite nicht zu Hause. Durch die Trennung von Arbeit und zu Hause bekommst du dich und deine Gedanken in einen Arbeitsmodus.
  • Wo du arbeiten kannst, hängt auch von der Art deiner Arbeit ab. Willst du gerade hauptsächlich kreativ oder konzentriert arbeiten? Mit anderen oder alleine? Nutze den für dich richtigen Ort für deine Arbeit.
  • Die Menge der Arbeit sollte nicht zuviel und nicht zuwenig sein. bei zuviel Arbeit fühlst du dich überfordert, der Arbeitsberg sieht zu groß aus, unschaffbar. Zu wenig unterfordert dich und ist ein Chance für Ablenkungen.
  • Alles, was dich weniger als 2 Minuten kostet, sofort erledigen. Das hinausschieben von kurzen Arbeiten fügt zusätzliche Arbeit hinzu, da man sich die Aufgabe merken muss. Besser den Kopf von diesen kleinen Aufgaben befreien, in dem du diese einfach erledigst.
  • Unterschätze deine Emotionen gegenüber der Aufgabe nicht - wenn du dich innerlich gegen die Aufgabe wehrst, wirst du diese nicht mit hoher Produktivität bearbeiten können. Manchmal hast du keine Wahl und musst es trotzdem machen - dann sofort. Bring es hinter dich. Manchmal hilft es, heraus zu finden, warum du keine Lust darauf hast. Manchmal kannst du die Aufgabe einer Person mit mehr Begeisterung für dieses Thema übertragen. Das ist wahrscheinlich produktiver als deine Energie mit Überwindung zu verschwenden.
  • Alles, was du nicht gerne machst (und was deine Motivation und damit deine Produktivität negativ beeinflusst) solltest du nach Möglichkeit auslagern.
  • Verwende Tastenkürzel, lass dir wiederkehrende Aufgaben vom Computer abnehmen. Versuche auch sonst, wiederkehrende Arbeiten zu optimieren.
  • Der beste Arbeitszustand wird "Flow" genannt. Wenn du diesen erreichst, dann vergeht die Zeit wie im Fluge und du hast eine sehr hohe Produktivität.
  • ToDo-Listen und Prioritätslisten können helfen. Unter zwei Bedingungen: Du hältst die Listen aktuell und hältst dich auch daran.
  • Multitasking funktioniert nicht2 also lass es. Konzentriere dich auf eine Aufgabe.
  • Konzentriere dich so auf deine Arbeit, dass du danach sicher bist, das die Aufgabe ordentlich erledigt ist. Hast du das Gefühl, das Ergebnis noch überprüfen zu müssen, dann tu es sofort.
  • Versuche Aufgaben, die kurz vor dem Ende sind, sofort komplett abzuschließen.
  • Fange keine neuen Aufgaben an, solange noch vorherige zu erledigen sind.
  • Bist du müde, dann höre auf zu arbeiten. Du kannst müde keine hohe Produktivität erreichen. Schlafe, danach bist du produktiver. Koffein und Nikotin helfen nicht. Die lassen dich nur glauben, zu helfen. Lass das weg.
  • Produktivität hat nicht nur was mit der Arbeitszeit zu tun, sondern auch mit der restlichen Zeit: Gutes Essen, etwas Bewegung - eben einen Ausgleich schaffen. Die Balance in deinem gesamten Leben wirkt sich auf deine Produktivität aus.
  • Die Personen um dich herum beeinflußen deine Produktivität ebenfalls. Hast du lauter Couchpotatoes3 um dich herum, fällt es dir schwer, dagegen anzukämpfen und produktiv zu sein. Umgebe dich also mit den passenden Menschen.
  • Zeichne deine Zeiten auf. Es hilft oft schon, seine Zeiten hinterher zu analysieren und dabei fest zu stellen, dass du schon wieder fünf Stunden auf Youtube verbracht hast.
  • Setze dir feste Zeiträume für solche "unproduktiven"4 Aktivitäten und halte dich daran.
  • Manchmal kommst du bei einer Aufgabe einfach nicht weiter. Es hat mir schon so oft geholfen, dann auf zu hören und pause zu machen. Oft reichten schon zehn Minuten Pause, um die Lösung plötzlich zu finden. Es ist schwer, diese Punkte genau zu finden, aber versuche es.
  • Produktivität heißt auch, andere Personen fragen. Verbeiße dich nicht in Probleme und versuche, alles selbst zu lernen. Finde Personen, die das schon können und frage diese nach Hilfe.

Wie bereits oben geschrieben: Jeder Mensch muss seine eigenen funktionierenden Mechanismen finden. Dabei hilft vor allem sich selbst zu beobachten (Zeiten aufschreiben!) und seine Handlungsmuster zu erkennen. Darauf kannst du dann reagieren. Das ist ein langer Prozess. Du kannst nicht von heute auf morgen deine Produktivität um ein vielfaches steigern. Das ist ein Gewöhnungsprozess, und da habe ich mal irgendwo gehört, dass Gewöhnungsprozesse mindestens drei Monate benötigen, bis Sie in den Alltag übergehen.

Was ist dein bester Tipp für Produktivität? Oder interessieren dich die ausgelassenen Fragen (Was ist Produktivität überhaupt?) von oben? Schreib mir einen Kommentar dazu.

Lies auch die anderen Beiträge der Blogparade.

 

  • 1. behaupte ich einfach mal so
  • 2. höchstens über einen sehr kurzen Zeitraum
  • 3. Personen, die sehr gerne viel Zeit auf der Couch verbringen
  • 4. Es ist nicht generell unproduktiv, auf youtube abzuhängen. Es kann die Kreativität beflügeln, neue Ideen bringen. Es gibt auch sehr tolle Tutorials und Lernvideos, die wiederum zur Produktivät beitragen. Aber ich hoffe, du hast mein Beispiel verstanden.

Kommentare

Gute Punkte. Das mit der Erledigung von Kleinigkeiten unter 2 Minuten mache ich schon sehr lange. Es ist schnell erledigt und ich habe keine Ansammlung von Arbeiten, die ich nicht mehr überblicke.
Viele Grüße
Claudia

Hallo Claudia.

Danke für deinen Kommentar. Ja, das mit dem schnellen erledigen der kleinen Dinge hilft mir auch sehr. Das war ein echter Augenöffner, als ich davon zum ersten Mal hörte und das umgesetzt habe.

Grüße
Christopher