Buchbewertung "Das Lied von Eis und Feuer" (George R. R. Martin)

Ich habe das erste Buch der Reihe "Das Lied von Eis und Feuer"12 von George R. R. Martin in der deutschen Übersetzung fertig gelesen - "Die Herren von Winterfell". Es handelt sich um die Buchvorlage zu der Serie "Game of Thrones". Ich habe die Serie bereits gesehen.
Die übersetzten Bücher enthalten wohl ungefähr die Hälfte eines englischen Originals. So kommt es, dass 5 Bücher auf englisch zu 10 Büchern auf deutsch werden. Einige halten dies für ein Abzocke. Ich habe da nicht wirklich eine Meinung zu, bei einem Preis von 15€ pro Buch fühle ich mich nicht so sehr abgezockt, dass ich mir dadurch meine Laune vermiesen lassen möchte.

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Gerade dass ich die Serie bereits gesehen habe, hat diesmal viel vom Lesevergnügen genommen. Wo sonst meine Fantasie Bilder einsetzt, bestimmten hier die Erinnerungen an die Serie die Bilderwelt in meinem Kopf. Ständig habe ich verglichen, wo Unterschiede zwischen Buch und Serie sind. So war der Lesefluss gehemmt. Was ich normalerweise nicht kann, nämlich ein Buch aus der Hand legen und schlafen gehen, gelang mir hier recht gut. Ich denke, das wäre anders gewesen, wenn ich die Serie vorher nicht gesehen hätte.

Das ganze spielt in einer Art Mittelalter. Es gibt Ritter, Turniere, Könige und Kämpfe. Die "Herren von Winterfell" erzählt viel über das Haus "Stark" - ich mag vor allem Eddard und Arya sehr gern. Eddard ist der typische moralisch korrekte Herr, der Intrigen nicht durchschaut, weil er selbst so gerade heraus ist. Sein Schandfleck ist ein unehelicher Sohn - seine Frau Catelyn kann ihm dies nicht verzeihen und ist deshalb stets gemein zu Jon Schnee, dem Bastard3.

Die gemeinsame Tochter Arya fällt im Gegensatz zu Ihrer Schwester Sansa durch Ihr kämpferisches Verhalten auf. Natürlich sind die Rechte einer hohen Dame in einer mittelalterlichen Welt eigentlich auf gut Aussehen und dem Manne dienen beschränkt. Mit der Figur der Arya wird hier ein junges Mädchen dargestellt, welches lieber kämpfen will als Tanzen zu lernen. Ihrem Vater gefällt dies zwar nicht, doch gibt er trotzdem Hilfestellung.

Es werden viele weitere Charaktäre dargestellt. Ohne die Bilder der Serie im Kopf zu haben, hätte ich sicherlich mehr Spaß am Buch gehabt. So aber spricht das durchaus für die Bildgewalt der Verfilmung4.

Ob ich die weiteren Bücher lese, kann ich noch nicht sagen. Sollten Sie auf meinem Nachttisch liegen, dann sicherlich.

Eine Empfehlung spreche ich für aus für Leseratten, die gerne Mittelalterliche Fantasy lesen und die Serie noch nicht angeschaut haben. Sparfüchse sollten dabei auf jeden die englische Version wählen (vll. hole ich mir die auch und vergleiche dann beide Versionen? Wäre jemand daran interessiert?)

Wer lieber schaut als liest, macht hier nicht viel verkehrt (bisheriger Stand, kann sich noch ändern. Habe ja nur das erste Buch gelesen).

Was hältst du von diesem Epos? Lesen oder/und anschauen?

 

EDIT vom 11.03.2014: Da ich als Affiliate Partner abgelehnt wurde, wurde der Affiliate Link zu buch.de entfernt.
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