Haustiere - Wahre Freunde oder Zeitfresser?

Wahre Freunde oder sind sie doch nur Lebewesen, die man putzen, füttern und pflegen muss?

Natürlich braucht ein Haustier täglich Pflege und Aufmerksamkeit. Sei es der Hund, der mehrmals täglich spazieren möchte, die Katze, welche ihre Streicheleinheiten braucht oder auch der Fisch, der sich in einem regelmäßig gesäubertem Aquarium am wohlsten fühlt. Dazu kommt noch die Fütterung eines jeden Haustieres. Dabei muss beachtet werden, dass ein Haustier dies alles nicht allein machen kann. Somit interessiert sich weder "Goldi" noch "Bello" dafür, ob man gerade viel zu tun hat.
Während ein Freund verständnisvoll sagt, „Ok, dann machen wir morgen was.“, braucht uns das Haustier täglich.
Sind Haustiere also doch keine Freunde des Menschen? Sind Haustiere egoistisch, egozentrisch und rücksichtslos?

Nein, so kann man es nicht sagen. Haustiere brauchen - egal bei welchem Wetter - ihre Bewegung und möchten versorgt werden. Genau wie Babys oder Kleinkinder sind sie pflegebedürftig und von uns Menschen abhängig. Babys und Tiere können nicht einfach auf die Seite gelegt werden um sich später darum zu gekümmern.

Das war die anstrengende Seite der Haustiere. Jetzt beleuchten wir ihre positive Seite. Haustiere spüren die Stimmungen zu Hause. Genau wie Freunde merken Haustiere, wenn es einem schlecht oder gut geht. Sie passen ihr Verhalten der Situation der Besitzer an: Wenn die Stimmung zu Hause schlecht ist, werden sie ruhig, bei guter Stimmung tollen Haustiere herum und möchten viel spielen. Kann man sich denn einen besseren Freund vorstellen, als einen der sich der Stimmung anpassen kann und ohne unnütze Ratschläge, der einfach nur da ist?

Eine weitere Faszination an Haustieren ist, dass sie merken, wenn man nichts mit ihnen zu tun haben möchte. Haustiere halten Abstand von diesen Person und beschäftigen sich mit Leuten, die Spaß daran haben mit einem zu spielen. Eine faszinierende Eigenschaft an der wir Menschen uns ein Beispiel nehmen sollten. Über ein kleines Beispiel berichtet die Allgäuer Zeitung am 31.01.2009 http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/kempten/Kempten--Kuehe-spueren-...

Erinnern wir uns an die Anfänge der Geschichte der Haustiere. Wir Menschen waren es, die die Tiere erst dazu erzogen haben, bei uns zu wohnen. Das war die sogenannte Domestizierung. Schon aus diesem Grund haben Haustiere auch das Recht auf artgerechte Haltung. "Dennoch werden knapp 2,8 Millionen Tiere jährlich für Tierversuche misshandelt" sagt der Ärzte gegen Tierversuche e.V. http://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/. Eine realistische Zahl der Haustiere, die misshandelt wurden, wird nicht zu finden sein: ein Tier kann man unauffällig "entsorgen", ohne, dass es jemand merkt.

Für alle, die zwar gerne mit Tieren schmusen, aber nicht für die sorgen wollen, gibt es zwei Möglichkeiten:
Einerseites können im Tierheim Tiere besucht, ausgeführt, gepflegt und gekuschelt werden. Für die anderen gibt es noch die Möglichkeit eines Stofftieres: das wohnt bei einem zu Hause, braucht kein Futter, es kann so lange gekuschelt werden, wie wir wollen um dann auf unbestimmte Zeit nicht weiter beachtet werden zu müssen.