Weltverbesserungstrip - Krude Gedanken

Nachdem ich das am Samstag vorgestellte Buch gelesen habe, bin ich nun voll auf dem Weltverbesserungstrip. Das ist etwas, über das ich viel nachdenke und keine feststehende Meinung dazu habe. Die folgenden Beiträge sind also als laienhafte Diskussionspunkte zu sehen. Ich freue mich über Kommentare und stattfindende ernsthafte Diskussion.

Die Begründung, sich überhaupt erstmal mit dem Thema zu beschäftigen, ist aus meiner Sicht klar. Es läuft so vieles verkehrt.

  • Kriege
  • Menschen sterben vor Hunger
  • Kinderarbeit
  • Kinderprostitution
  • Unfreiweillige Prostitution
  • Vergewaltigungen
  • [Bitte führe die Liste fort, mich macht das traurig, das alles auf zu schreiben. Sollte ernsthaft versucht werden, eine vollständige Liste aufzuschreiben, könnte diese jemals fertig werden?]

Dass diese katastrophalen Zustände herrschen und nicht in den Griff zu kriegen sind, ist ein Muster, das wir durchbrechen müssen.

Es darf keine Kriege mehr geben. Es darf keine Menschen mehr geben, die Kriege befehlen. Es darf keinen Menschen geben, der freiwillig Soldat wird oder sich daran erfreut, andere Menschen zu töten. Ob die Freude direkt am töten besteht oder im Glauben daran, seine Heimat (seine Familie, seinen Glauben) zu verteidigen, ist hier erstmal egal: Es ist in beiden Fällen der Tod eines anderen Menschen, der die eigene Zufriedenheit steigert. Das ist falsch und muss beendet werden.

Aus meiner Sicht braucht es dazu eine gemeinsame Vision, ein gemeinsames Ziel. In den Science-Fiction Romanen meiner Kindheit war es oft der gemeinsame Feind, der die Menschheit einte. Ich hoffe, das wir mit einer gemeinsamen großen Vision keinen Feind benötigen.

Wie kann diese gemeinsame Vision aussehen? Hier gibt es sicherlich verschiedene Ansätze. Die Religionen zum Beispiel würden etwas in der Art antworten: Wenn alle an dasselbe wie wir glauben, sind wir doch vereint. Solch erschreckende Negativ-Visionen meine ich hier nicht. Die Freiheit des Einzelnen muss trotz der gemeinsamen Vision gewahrt werden. Es darf nicht in der Vision enthalten sein, irgend etwas Lebendes zu unterdrücken. Ich komme gerade auf die folgenden Ansätze:

  • Frieden und freiheitliches Leben (Selbstzweckansatz)
  • Großtmögliche Ansammlung von Wissen (Wissensansatz)
  • Erkundung und Expansion im Weltraum (Explorationsansatz)

Die verschiedenen Ansätze gehen aus meiner Sicht sehr gut zusammen, der Explorationsansatz benötigt gar die beiden anderen für eine reelle Chance. In allen Ansätzen ist das Überleben der Menschheit enthalten, weswegen Probleme wie die Zerstörung unseres Planeten (Ressourcenraub und Umweltverschmutzung) in allen sofort eingedämmt und baldmöglichst eingestellt werden müssen. Auch gesellschaftlich muss in allen Ansätzen sehr viel passieren, um mitfühlende, selbstbewusste und selbst denkende Menschen zu gestalten.

In den weiteren Artikeln dieses Blogs werde ich mich, wenn ich von Menschheitsvision spreche, auf den Explorationsansatz beziehen. Dieser beinhaltet die anderen beiden Ansätze und entspricht meiner persönlichen Vision.

Eine gute Vision ist der Grundbaustein einer friedlichen Menschheit. Nun da alle ein individuelles, ideales Ziel haben, können wir fragen: Wie kommen wir da schnellstmöglich an?